Fördermittel

„Fundraising“ – verstanden als Akquise von Spenden – und Förderungen sind zwei verschiedene Herangehensweisen. Die Mittelempfänger:innen in Förderprojekten haben umfangreiche Anträge auszufüllen und Berichte zu verfassen und sind an die Vorgaben gebunden. Dem meist hohen bürokratischen Aufwand bei der Beschaffung öffentlicher Mittel über Förderungen steht aufseiten des Fundraisings ein hoher sozialer und konzeptioneller Aufwand gegenüber.

Bei Förderungen im kirchlichen Kontext geht es zumeist um Projekte. Projekte haben einen Anfang und ein Ende, sie sind zeitlich begrenzt.

Ein kirchliches Projekt kann grundsätzlich investiv, nicht-investiv oder eine Verbindung von beiden Förderformen sein.

  • Investiv: Mittel werden gegeben, um eine Investition zu tätigen (zum Beispiel für eine Kirchensanierung).
  • Nicht-investiv: Mittel dienen dazu, diverse Kosten wie Materialien, Reisen oder Unterkunft bei Projekten zu begleichen (zum Beispiel Demokratie- oder Bildungsprojekte). Dazu zählen auch Personal- oder Honorarkosten, die für im Projekt zu erbringende Leistungen (beispielsweise Beratung) ausgezahlt werden.

Die Immobilien-Thematik wird separat im Kapitel „Immobilien und Baumaßnahmen“ behandelt.

  • Bedarf prüfen: Besteht Bedarf für die Idee/das Projekt? Nur weil Geld bereitsteht, muss es nicht sinnvoll sein, es auch zu beantragen.
  • Knappheit bedenken: Fördermittel sind oft begrenzt („Windhundprinzip“ – wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Manchmal gibt es eine Auswahl nach festen Kriterien.
  • Ressourcen einschätzen: Förderprojekte (Projektauswahl) binden Zeit, Ehrenamt und zusätzliches Geld.

Ein Förderprojekt bindet immer ehrenamtliche Arbeit, zusätzliche Mittel und weitere Ressourcen: Förderungen sollten nicht angestrebt werden, wenn der Bedarf und der Ertrag für die Kirchengemeinde nicht klar sind. Fördermittelgeber:innen loben Gelder aus und verfolgen damit politische Ziele. Sie sind kein Geschenk.


Leitlinien für Ihre kirchlichen Förderprojekte sind in den „Fördermittel-Grundsätzen“ zusammengefasst

Regionalberatung I EU-Fördermittel der EKBO