Umweltschutz
Verantwortung für Umwelt und Klima in der Kirche
Das Umweltbüro der EKBO unterstützt Sie als Mitglied im Gemeindekirchenrat (GKR) bei allen Fragen rund um Klima- und Umweltschutz in Ihrer Kirchengemeinde. Auf der Website des Umweltbüros finden Sie viele Informationen und persönliche Ansprechpersonen.
Christlicher Glaube und Verantwortung für die Schöpfung
Die Bibel erzählt, dass Gott die Welt in Liebe geschaffen hat. Den Menschen hat er den Auftrag gegeben, die Schöpfung „zu bebauen und zu bewahren“ (1. Mose 2,15). Das bedeutet: Wir tragen Verantwortung für die Erde.
Die Schöpfung sorgt für uns – sie gibt uns Luft, Wasser und Nahrung. Deshalb sind wir nicht einfach nur ihre „Verwalter:innen“, sondern ein Teil von ihr. Wenn wir so denken, können wir unsere Verantwortung gegenüber allen Lebewesen und der Natur ernst nehmen.
Der Glaube an die Schöpfung erinnert uns: Alle Geschöpfe sind gleich wertvoll. Frieden, Gerechtigkeit und der Schutz der Schöpfung gehören untrennbar zusammen. Auch die Kirche selbst steht in der Pflicht: Sie besitzt Gebäude, nutzt Energie und Ressourcen – und muss deshalb aktiv Verantwortung für Umwelt und Klima übernehmen.
Unsere Landeskirche hat dafür klare Schritte beschlossen:
- Seit 2014 gibt es ein Umweltkonzept.
- 2017 kam ein Klimaschutzkonzept hinzu.
- 2020 folgte das Klimaschutzgesetz (KlSchG).
Ziel ist eine Kirche, die umweltfreundlich und klimaneutral lebt und handelt.
Ökofair einkaufen – für mehr Klimagerechtigkeit
Im Alltag einer Kirchengemeinde wird viel eingekauft: Getränke, Lebensmittel, Reinigungsmittel, Bastel- und Spielmaterial, Büromaterial, Möbel oder technische Geräte. Bei all diesen Produkten macht es einen Unterschied, wie und wo sie hergestellt wurden.
- Ökofaire Produkte helfen, die Umwelt zu schonen und das Klima zu schützen.
- Gleichzeitig verbessern sie die Arbeitsbedingungen der Menschen, die diese Produkte herstellen – oft auch in anderen Teilen der Welt.
Damit Sie beim Einkauf leichter erkennen, welche Produkte wirklich ökofair sind, gibt es unterschiedliche Logos und Siegel. Das Umweltbüro hat dafür ein großes Übersichtsposter erstellt.
Download des Posters: Siegel und Zertifikate
Gedruckte Versionen können Sie per E-Mail beim Umweltbüro bestellen: umwelt@ekbo.de.
Für den Einkauf im Internet können Kirchengemeinden das ökofaire kirchliche Einkaufsportal „wir kaufen anders“ nutzen. Dort finden Sie geprüfte Produkte mit entsprechenden Siegeln – oft zu vergünstigten Preisen durch Rahmenverträge.
Zum Einkaufsportal „wir kaufen anders“
Zusätzlich gibt es das ökumenische Programm „Faire Gemeinde“. Kirchengemeinden können sich dort zu bestimmten Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit verpflichten – am besten gemeinsam mit einer Gruppe von Engagierten. Wenn Sie teilnehmen, erhält Ihre Gemeinde das Siegel „Faire Gemeinde“.
Dieses Siegel wird vergeben vom Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKBO, dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin und dem Ökumenischen Rat Berlin-Brandenburg.
Mehr Informationen zur „Fairen Gemeinde“
Klima- und umweltfreundliche Mobilität
Bewegung und Mobilität gehören zum Alltag kirchlicher Arbeit – sei es für Gottesdienste, Sitzungen oder Veranstaltungen. Gleichzeitig entstehen dadurch viele Fahrten, die das Klima belasten.
So können wir mobil und umweltfreundlich sein:
- Möglichst weniger Autos mit Benzin oder Diesel nutzen.
- Fahrgemeinschaften bilden, wenn Autos gebraucht werden.
- Orte wählen, die gut mit Bus, Bahn oder Fahrrad erreichbar sind.
- Online-Sitzungen nutzen – so fallen Fahrten ganz weg.
Darüber hinaus gibt es viele praktische Maßnahmen, die eine umweltfreundliche Mobilität erleichtern:
- Veranstaltungszeiten auf den Fahrplan von Bus und Bahn abstimmen.
- Sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schaffen (z. B. Fahrradbügel).
- Ladestationen für E-Autos einrichten, vor allem in ländlichen Regionen, wo Bus und Bahn oft nicht ausreichen.
- … und vieles mehr.
Dem Umweltbüro der EKBO stehen Mittel aus der Kollektensammlung für Maßnahmen zum Klima- und Umweltschutz zur Verfügung. Diese gibt das Umweltbüro gerne an Kirchengemeinden aus, die solche Maßnahmen planen. Alle Kirchengemeinden sind eingeladen, Fördermittel für entsprechende Projekte zu beantragen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt derzeit auf dem Ausbau von Ladeinfrastruktur, insbesondere in Gebieten, die keine oder nur eine unzureichende Anbindung an den ÖPNV haben.
Das Umweltbüro unterstützt Sie gerne mit Beratung und mit Informationen zu Fördermöglichkeiten.
Mehr ökologische Vielfalt auf kirchlichen Flächen
Das Artensterben gehört zu den größten Gefahren für unsere Erde – und damit auch für unser Leben. Viele Tier- und Pflanzenarten verschwinden, weil die Landwirtschaft immer intensiver wird. Es werden vermehrt Ackergifte und Dünger eingesetzt. Hochleistungspflanzen verdrängen die alten Sorten und immer häufiger wird geerntet. All das führt dazu, dass die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen abnimmt.
Kirchengemeinden können hier etwas tun: Viele Gemeinden besitzen landwirtschaftliche Flächen, die sie verpachten. Bei neuen oder verlängerten Pachtverträgen haben die Gemeinden die Möglichkeit, mitzubestimmen, wie diese Flächen bewirtschaftet werden. So können sie konkret dazu beitragen, dass die Artenvielfalt erhalten und gefördert wird. Zwei Handreichungen, die sich speziell an Gemeindekirchenräte richten, enthalten dazu Informationen und praktische Ideen, wie Kirchenland so genutzt werden kann, dass es der Natur und der Artenvielfalt dient.
Handreichung Landverpachtung (EKBO Umwelt)
Ökologische Vielfalt – EKBO Umwelt
Ökologisches Bauen
Siehe hierzu das entsprechende Kapitel (Verlinkung Klimaneutrales Bauen und nicht-fossile Heizsysteme)
Kontakt Umweltbüro
umwelt.ekbo.de; umwelt@ekbo.de
