Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit macht sichtbar, dass Kirche lebendig, einladend und relevant ist. Sie bringt die Botschaft des Evangeliums in den Alltag unserer Zeit und zeigt Haltung in wichtigen Fragen. Wer Öffentlichkeitsarbeit verantwortet, sorgt dafür, dass die Strukturen der Kirche transparent sind und die Vielfalt der Angebote wahrgenommen wird.

Öffentlichkeitsarbeit gibt es auf allen Ebenen – in der Landeskirche, in den Kirchenkreisen und in den Gemeinden. Jede Ebene hat eigene Schwerpunkte, zugleich braucht es gute Zusammenarbeit. In den Gemeinden gibt es meist einen Ausschuss, der Schwerpunkte setzt und die Umsetzung organisiert. Dafür ist das Engagement von Ehrenamtlichen entscheidend. Hilfreich sind kleine Teams, die jeweils für ein Arbeitsfeld Verantwortung übernehmen. Da Öffentlichkeitsarbeit viele Formen hat, braucht es gute Planung: Welche Ressourcen stehen zur Verfügung? Was können wir realistisch umsetzen?

Gemeindeblatt

Das Gemeindeblatt ist wie ein Magazin und zugleich das Aushängeschild der Gemeinde. Es erscheint regelmäßig, meist monatlich, stellt Menschen vor, lädt zu Veranstaltungen ein und vermittelt geistliche Impulse. Damit es gut wirkt, sind verständliche Texte, ansprechende Fotos und ein einheitliches Layout wichtig. Orientierung gibt das Corporate Design mit festgelegten Schriften, Farben und Logos. Weitere Informationen finden sich unter anderem unter gemeindebrief-magazin.

Pressearbeit

Pressearbeit bedeutet, über wichtige Ereignisse oder Aktionen Pressemitteilungen an Zeitungen, Radio oder Fernsehen zu senden. Prägnante Texte, die kurz und knapp das Wesentliche zusammenfassen, sind genauso entscheidend, wie Kontakte zu Journalist:innen. Wer schon mal ein Telefongespräch mit der Journalistin geführt oder sie zum Pressegespräch eingeladen hat, hat bessere Chan­cen, dass die nächste Pressemitteilung auch beachtet wird. Ein gepflegter Presseverteiler und eine verlässliche Ansprechperson in der Gemeinde erleichtern die Arbeit.

Veranstaltungen

Veranstaltungen sind gute Gelegenheiten das Gemeindeleben zu präsentieren. Der Gottesdienst ist eine wichtige Veranstaltung, bei der sich die Gemeinde einladend und offen zeigen kann – verständliche Informationen zum Ablauf helfen, dass sich alle willkommen fühlen. Auch Diskussionsabende, Gedenkfeiern oder Jubiläen können neue Menschen ansprechen. Kooperationen erweitern die Reichweite. Entscheidend sind eine gute Planung, klare Absprachen und frühzeitige Bewerbung im Gemeindebrief, über Plakate, Flyer und Social Media. Fotos und Berichte im Nachgang machen sichtbar, wie lebendig die Gemeinde ist.

Homepage

Die Homepage ist die zentrale Anlaufstelle im Netz. Sie sollte aktuell sein, wichtige Informationen leicht zugänglich machen und einladend wirken. Ob einfache Seite mit Terminen oder umfangreiches Informationsportal – entscheidend sind gute, informative Texte und Bilder sowie regelmäßige Aktualisierung.

Social Media

Plattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube sind heute wichtige Kanäle für die Kommunikation. Sie ermöglichen schnelle, dialogische Kontakte und sprechen besonders jüngere Zielgruppen an. Wichtig sind regelmäßige Beiträge, kurze, ansprechende Texte, gute Fotos und Videos sowie die Moderation von Kommentaren. Dabei gilt: Nicht jede Gemeinde muss alle Kanäle bespielen. Entscheidend sind die eigenen Inhalte, die verfügbaren Ressourcen und die Frage, welche Zielgruppen erreicht werden sollen. Manchmal ist es sinnvoller, mit dem Kirchenkreis oder der Landeskirche zusammenzuarbeiten, statt eigene Accounts zu pflegen.

Schaukasten

Auch der Schaukasten bleibt wichtig. Er informiert über Gottesdienste, Termine der Gemeinde und die Feste des Kirchenjahres. Hierher gehören der Name der Gemeinde und Kontaktmöglichkeiten, sowie Zeiten der Erreichbarkeit des Gemeindebüros. Der Schaukasten sollte stets aktuell und übersichtlich gestaltet sein.

Auch digitale Werkzeuge und Künstliche Intelligenz können in der Öffentlichkeitsarbeit unterstützen – etwa beim Erstellen von Texten, Fotos oder Videos. Dabei gilt: Sie ersetzen keine persönliche und authentische Kommunikation. Ergebnisse müssen immer überprüft, ggf. kenntlich gemacht werden und ökologische sowie ethische Fragen sind zu bedenken.

Datenschutz und Bildrechte spielen in der Öffentlichkeitsarbeit eine große Rolle. Inhalte sind im Zweifel urheberrechtlich geschützt und dürfen ohne Genehmigung nicht einfach verwendet werden. Hier ist fachliche Beratung hilfreich (siehe auch: Datenschutz).

Erfolgreich ist Öffentlichkeitsarbeit dann, wenn verschiedene Kanäle zusammenwirken und unterschiedliche Zielgruppen erreichen. Dazu gehört auch die Frage: Wen wollen wir mit welchem Ziel ansprechen? So bleibt die Kommunikation nah an den Menschen und gleichzeitig klar in ihrer Botschaft, die im Evangelium gründet.

Referat 2.5 I Öffentlichkeitsarbeit
Bei Fragen oder für kollegialen Austausch unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises oder der Landeskirche: oeffentlichkeitsarbeit@ekbo.de