Vielfalt
Vielfalt gehört zum Leben – in unserer Gesellschaft genauso wie in den Kirchengemeinden. Sie zeigt sich in den unterschiedlichen Erfahrungen, Lebensgeschichten, Bedürfnissen und Ideen der Menschen, die zur Gemeinde gehören oder mit ihr in Kontakt kommen. Aufgabe des GKR ist es, diese Vielfalt wahrzunehmen und Mitmenschlichkeit aktiv zu gestalten (Art. 15 Abs. 2 GO).
In der Praxis gibt es verschiedene Zugänge, die oft miteinander verbunden werden.
Vier Beispiele:
Willkommenskultur, Barrierefreiheit, Inklusion
Jeder Mensch ist einzigartig und von Gott gewollt (1. Mose 1,27). Darum lädt die Gemeinde alle Menschen ein – so wie sie sind. Das bedeutet: eine Kultur schaffen, die willkommen heißt und Barrieren abbauen, die Teilhabe erschweren.
Checkliste Willkommenskultur (KK Teltow-Zehlendorf)
EKBO inklusiv
Diversität, Chancengerechtigkeit, Nicht-Diskriminierung
Vielfalt heißt auch soziale Ungleichheiten wahrzunehmen und damit umzugehen. Paulus schrieb, dass im Glauben Unterschiede wie „Jude oder Grieche, Sklave oder Freier, Frau oder Mann“ keine Rolle mehr spielen (Kol 3,10-11). Auch heute ist es Aufgabe der Kirchengemeinde, für Chancengerechtigkeit einzutreten und Diskriminierung entgegenzuwirken.
Gleichstellung in der EKBO
Kirche und Geflüchtete
Vielfalt in der Organisation
Vielfalt zeigt sich auch darin, wie Aufgaben in der Kirchengemeinde verteilt und gestaltet werden. Der GKR überlegt: Wie können sich Menschen mit ihren Gaben einbringen? Wie lassen sich Hindernisse – in Gebäuden, aber auch in Köpfen – abbauen? Vielfalt bedeutet: Unterschiedliche Menschen bilden gemeinsam einen lebendigen Organismus (vgl. 1. Korinther 3).
Praxishilfe Ehrenamt
Broschüre Vielfalt in Gremien
Vielfalt im Gemeinwesen
Kirchengemeinden sind Teil eines vielfältigen Gemeinwesens. Sie sind mit Familien, Schulen, Vereinen, diakonischen Einrichtungen oder Nachbarschaftsinitiativen vernetzt. Der GKR fördert die Zusammenarbeit mit diesen Partner:innen und setzt sich für Respekt, Anerkennung und Teilhabe ein. So wächst Dialogfähigkeit – und Kirche gestaltet das Miteinander im Stadtteil oder Dorf aktiv mit.
Praxisbeispiele
Projekt „Marthas Tisch“ Wittenberge
Wohlfühlort Stölpchensee
Talk am Turm, KK Cottbus
Unterwegs in Hohenschönhausen Süd
Kommunale Ökumene Treptow-Köpenick
Weitere Beispiele – MIDI
Materialbörse Demokratiebildung (AKD)
Familienbildung und Gemeinwesen (AKD)
Kontakt im Amt für kirchliche Dienste
Arbeitsschwerpunkt Leben in Vielfalt I Studienleitung
