Aufgaben des Gemeindekirchenrats

Aufgaben des Gemeindekirchenrats
Damit der Gemeindekirchenrat (GKR) seine Leitungsaufgabe erfüllt,
•    berät er regelmäßig die Situation der Kirchengemeinde,
•    plant deren Arbeit,
•    sorgt für deren Durchführung und
•    achtet auf gegenseitige Information in der Gemeinde.
Diese Grundsatzbestimmungen (Art. 15 Abs. 2 Satz 2 GO – Grundordnung der EKBO) werden in konkrete Aufgaben aufgeschlüsselt (Art. 8 – 11 und Art. 15 Abs. 3 GO – Grundordnung der EKBO):

Geistliches und gemeindliches Leben
•    Verantwortung für die schriftgemäße Verkündigung des Evangeliums
•    Sorge für das regelmäßige Zusammenkommen der Gemeinde
•    Regelung von Zeit und Anzahl der Gottesdienste
•    Gewährleistung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, insbesondere der christlichen Unterweisung
•    Sorge für die Gemeinschaft in der Gemeinde, z. B. durch Sorge für die seelsorgerliche Begleitung der Mitarbeitenden
•    Förderung der missionarischen, diakonischen und ökumenischen Arbeit
•    Aufbau und Förderung des gemeindlichen Besuchsdienstes

Führung der beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden
•    Anstellung, Beauftragung, Einführung, Entlassung
•    Einrichtung und Aufhebung von Stellen
•    Dienst- und Fachaufsicht für beruflich Mitarbeitende, sofern nicht anders geregelt
•    Sorge für eine gedeihliche Zusammenarbeit der beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden
•    Fürsorge gegenüber beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitenden
•    Gewinnung, Beauftragung und Fortbildung ehrenamtlich Mitarbeitender

Mitwirkung in übergemeindlichen Zusammenhängen
•    Beteiligung an übergemeindlichen Aufgaben und gegenseitige Unterstützung der Gemeinden
•    Kontaktpflege zur jüdischen Gemeinde
•    Gesprächsangebot an Menschen anderer Überzeugungen und Religionen
•    Pflege der Beziehungen zu anderen Gemeinden in der Ökumene
•    Zusammenarbeit mit diakonischen Einrichtungen
•    Bewahrung der Schöpfung in der Gemeindearbeit

Sorge um wirtschaftliche und rechtliche Angelegenheiten
•    Bereitstellung von Räumen, Geld und Inventar für die Gemeindearbeit
•    Entscheidung über die Nutzung von gemeindlichen Räumen
•    Bewahrung des baulichen Erbes
•    Beschluss des Haushaltsplans und Verwaltung des Gemeindevermögens
•    Abnahme der Jahresrechnung
•    Entscheidung über die Verwendung von Kollekten und Spenden
•    Außenvertretung in Rechtsangelegenheiten

Dieser Beitrag wurde verfasst von Dr. Uta Kleine, Heike Koster und Dr. Martin Richter.

Dr. Uta Kleine, Konsistorialrätin in der Abteilung 1 des Konsistoriums – Referat Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, Stiftungen, Datenschutz, Strukturfragen
Heike Koster, Oberkonsistorialrätin und Referatsleiterin in der Abteilung 1 des Konsistoriums – Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, Stiftungen, Datenschutz und Strukturfragen
Dr. Martin Richter, Oberkonsistorialrat und Leiter der Abteilung 1 – Kirchenrecht und Staatskirchenrecht, Innerer Dienst

(Stand 2016)